Neu: plattdeutsche Videocasts am Kiekeberg „hören, kieken, snacken“

„Hören, kieken, snacken“: Neu – es gibt einen Videocast „op platt“ von Rike Henties, Plattdeutsch-Koordinatorin im Landkreis Harburg. Ende August drehte sie die erste Folge mit den Muttersprachlern Heiner Schönecke und Rudolf Meyer: „Wie hat sich die Sprache verändert? Was macht das Plattdeutsche heute aus?“ Der erste Videocast ist ab Donnerstag, dem 9. September, auf Youtube zu sehen und als Podcast zu hören, den Link dazu gibt es auf www.plattfinntstatt.de.

Die Plattdeutsche Sprache in den Alltag bringen – so lautet der Ansatz der Plattdeutsch-Koordinatorin Rike Henties. Dazu sind Podcasts ideal: Man kann sie in jeder Situation hören, ob in der Bahn oder im Auto, beim Kochen oder sogar im Bett.

 

„Wir nehmen die Podcasts nicht nur zum Hören auf, sondern filmen das Gespräch mit und unterlegen das Ganze mit schönen Bilder vom Kiekeberg“, erzählt Rike Henties. „So kann jeder, auch wenn er kein Plattdeutsch kann, etwas verstehen und sich in die Sprache reinhören.“

 

Informationen gibt es noch dazu, zum Beispiel, wie sich der Umgang mit der Regionalsprache verändert hat. Für Heiner Schönecke, heute Mitglied im Niedersächsischen Landtag und Vorsitzender des Fördervereins des Freilichtmuseums am Kiekeberg, war sie Muttersprache: „Erst kurz vor Schulbeginn habe ich von einem einquartierten Flüchtling Hochdeutsch gelernt. Man könne den Jungen doch so nicht in die Schule gehen lassen“, schmunzelt Heiner Schönecke heute. Rudolf Meyer, stellvertretender Landrat im Landkreis Harburg, schnackt auch im Kreistag als Vorsitzender op platt und „alle verstehen mich gut“. Genau hier setzt auch Rike Henties an: Plattdeutsch in den Alltag bringen, ein Gefühl für die alte Sprache vermitteln und Lust auf mehr zu schaffen.


Der Name Steenbeeker ist die niederdeutsche Bezeichnung für die Einwohner von Steinbeck, einem Ortsteil der Stadt Buchholz in der Nordheide. 1982 wurde hier die Theatergruppe – Niederdeutsche Bühne Buchholz DE STEENBEEKER e. V.- gegründet.

Nachdem auch die Steenbeker wie viele andere ihre Vorstellungen „auf Eis legen“ mussten, geht es nun endlich wieder los.

In den     Veranstaltungen      finden Sie die Termine für die bunte Folge „Hack un Platt – Dat Beste vun de Steenbeekers“ mit Liedern, Sketchen und den schönsten Szenen einiger Produktionen, die ab Oktober wieder in Präsenz unter den Hygienevorschriften zu besuchen ist.

Wer so lange nicht warten kann, schaut sich den schönen Zusammenschnitt verschiedenster Sketche der Steenbeeker im Internet an:

 

 

 

Weitere Informationen gibt es auch unter https://steenbeeker.de.

Nach dem Lockdown gibt es nun Hoffnung auf den Sommer.

Den Plattdeutschen Veranstaltungskalender wird es dieses Jahr vorerst nur digital geben. Hierfür ist es wichtig, dass alle Veranstalter ihre Termine bei der Plattdeutsch-Koordinatorin melden, damit diese auf der Homepage veröffentlicht werden können. Egal ob Theater, Kurse oder Veröffentlichungen oder Vorträge. Alle Veranstaltungen, die natürlich unter den geltenden Hygiene Vorschriften statt finden müssen und mit der Plattdeutschen Sprache zu tun haben, sollen wieder gesehen und besucht werden.

Die Veranstaltung können Sie direkt HIER in das Formular eintragen.

Wir freuen uns auf Ihre Anmeldung und wünschen uns einen bunten plattdeutschen Sommer mit vielen schönen Stunden.

 

Photo by Aranxa Esteve on Unsplash

Unter dem Motto „Klütern und Schnacken“ bietet Plattdeutschkoordinatorin Rike Henties seit März Online-Treffen an. Gegen fünf Euro Kursgebühr erhalten die Teilnehmer*innen vorher ein Päckchen mit den Bastelmaterialien und eine Anleitung auf Hochdeutsch und Plattdeutsch nach Hause. Über einen Link wählen sich die Teilnehmer*innen ein und können vor dem Bildschirm gemeinsam kreativ sein, Platt sprechen oder einfach nur hören. Was als Überbrückung des Lockdowns gedacht war, geht nun in die zweite Runde. Es gibt weitere zwei Termine zum „Klütern un Schnacken“.

„Ich finde dieses Format toll! Die Hürden das Plattdeutsche zu sprechen werden genommen und es ist einfacher drauf los zu schnacken!“

so eine Teilnehmerin der letzten Online-Veranstaltung am 17.4.2021. Die Teilnehmer*innen zwischen 4 und ca. 80 Jahren alt, bastelten nicht nur, sondern sangen auch bekannte plattdeutsche Lieder miteinander. Durch das Aufeinandertreffen von unterschiedlichsten Generationen wird die Niederdeutsche Sprache auf unterschiedlichste Weise gefördert und gepflegt. Auch die Herkunft der Teilnehmer*innen reichen weit. So erzählt eine junge Interessierte, deren Eltern in der Türkei geboren sind, von Plattdeutsch-AG’s in der Grundschule, an denen sie immer gern teilgenommen hat. Die Kreativkurse finden normalerweise als Präsenzkurse statt. Ab Herbst gibt es wieder zwei Angebote in Kooperation mit der VHS.

Bis dahin können sich Interessierte ab sofort für die Online-Bastelkurse am 19. Mai und 22. Juni unter Henties@kiekeber-museum.de anmelden.

Alle zwei Jahre führen die Landschaftsverbände gemeinsam und mit Unterstützung durch die Sparkassen und die Niedersächsische Sparkassenstiftung im Einvernehmen mit dem Niedersächsischen Kultusministerium und den Schulaufsichtsbehörden den Plattdeutschen Lesewettbewerb für Schülerinnen und Schüler der dritten bis dreizehnten Jahrgangsstufen durch. Zusammen mit dem Saterfriesischen Lesewettbewerb gilt er als größte Veranstaltung für Regional- und Minderheitensprachen in Europa.

Gemäß dem Erlass des Niedersächsischen Kultusministers vom 29.04.1986 ist der Plattdeutsche Lesewettbewerb für die Schüler eine schulische und für die beteiligten Lehrkräfte eine dienstliche Veranstaltung.

Im Schuljahr 2020/2021 muss der Plattdeutsche Lesewettbewerb bedingt durch die Corona-Pandemie und den damit einhergehenden unvorhersehbaren Entwicklungen in einer anderen als der bisher bekannten und gewohnten Form stattfinden: auf Schulebene und darauf aufbauend digital auf Landesebene.

 

Ziel des Wettbewerbs

Ziel des Wettbewerbs ist es, die Freude am plattdeutschen Lesen und an der niederdeutschen Sprache zu wecken. Schülerinnen und Schüler, die das Plattdeutsche nicht vom Elternhaus aus als Umgangssprache mitbringen, sondern es neu erlernt haben, sollen ausdrücklich zur Teilnahme ermuntert werden.

Der Stellenwert des Niederdeutschen zeigt sich nun auch darin, dass das Lesen und Verstehen von Texten „der Regionalsprache und mit regionalsprachlichen Bezügen“ in das weiterentwickelte Kerncurriculum für das Fach Deutsch für die Grundschulen aufgenommen wurden.

Schulen, an denen keine Lehrkräfte Plattdeutsch sprechen, sollten sich an die Berater für die Region und ihre Sprachen Niederdeutsch und Saterfriesisch im Unterricht wenden oder außerschulische „Experten“ mit plattdeutscher Sprachkompetenz hinzuziehen, die evtl. von den Heimatvereinen vermittelt werden können.

 

Teilnahmeberechtigung

Teilnahmeberechtigt sind die Schülerinnen und Schüler ab dem dritten Schuljahr der allgemeinbildenden Schulen aller Schularten und Schulstufen in Niedersachsen.

 

Altersgruppen

Die Teilnehmer am Wettbewerb werden in folgende fünf Altersgruppen eingeteilt:

 

Gruppe A:            3. Schuljahr

Gruppe B:            4. Schuljahr

Gruppe C:            5./6. Schuljahr

Gruppe D:            7./8. Schuljahr

Gruppe E:            9.-13. Schuljahr

 

Auswahl und Umfang der vorgelesenen Texte

Es können ausschließlich niederdeutsche Prosatexte vorgelesen werden. Die Texte können selbst ausgewählt werden. Eine Liste mit Quellen geeigneter Texte ist dieser Ausschreibung beigefügt. Die Vorlesezeit im Wettbewerb soll fünf Minuten pro Teilnehmer nicht überschreiten.

Texte, die Niederdeutsch oder Saterfriesisch herabwürdigen oder Alkohol und Drogen verharmlosen sind zu vermeiden.

Neue Kategorie: Klassen- und Gruppenbeiträge

Erstmals ist in diesem Jahr die Teilnahme von Klassen oder Gruppen mit gemeinschaftlich gelesenen Texten möglich. Dies kann in Form eines Bilderbuchkinos, (mehrsprachigen) Lesetheaters oder dialogischem Lesen geschehen.

Auch hier sollte die Länge des Beitrags fünf Minuten nicht übersteigen.

Der Schwerpunkt liegt auf dem Lesen. Eine szenische Gestaltung in Form von Sketchen oder kleinen Theaterstücken ist nicht vorgesehen.

 

Durchführung des plattdeutschen Lesewettbewerbs 2021

Der Lesewettbewerb wird in diesem Jahr auf zwei Ebenen durchgeführt.

  1. Schulebene

 In der ersten Phase des Wettbewerbs ermitteln die Schulen – je nach den aktuellen Bedingungen und Möglichkeiten – in jeder Altersgruppe ihre ersten, zweiten und dritten Sieger.

Die Zusammensetzung der Jury sowie die Form der Ehrung der Sieger bleibt den Schulen überlassen. Es wird empfohlen, für die Sieger Buchpreise oder CDs im Wert von etwa 12,50 € (1. Platz), 10,00 € (2. Platz) und 5,00 € (3. Platz) vorzusehen.

Die örtlichen Sparkassen sowie die Landschaftsverbände haben ihre Unterstützung für die Preisvergabe zugesagt. Die teilnehmenden Schulen werden gebeten, diesbezüglich mit den Obleuten der Landschaftsverbände oder den zuständigen Beraterinnen und Beratern für die Region und ihre Sprachen Niederdeutsch und Saterfriesisch im Unterricht der Regionalen Landesämter für Schule und Bildung Kontakt aufzunehmen.

Für die Sieger werden Urkunden zum Download zur Verfügung gestellt.

Sollten mehrere Klassen- oder Gruppenbeiträge präsentiert werden, werden ebenfalls innerhalb der jeweiligen Altersgruppen die ersten, zweiten und dritten Sieger ermittelt.

Auch hier ist die Form der Ehrung der Sieger den Schulen überlassen. Denkbar wäre ein Preis, der der ganzen Klasse oder Schule zugutekommt, etwa ein Zuschuss für die Klassenkasse oder eine besondere Aktion für die Klasse oder Schule. Auch hierbei können die Landschaftsverbände oder örtlichen Sparkassen unterstützend wirken.

Eine Beteiligung der Öffentlichkeit (Vorstellen der Teilnehmer/Sieger und ihrer Geschichten bei Schulveranstaltungen mit Eltern/Interessierten; Durchführung eines Plattdeutschen Nachmittages bzw. Abends, Vorlesen bei außerschulischen Veranstaltungen) wird in diesem Jahr allenfalls eingeschränkt möglich sein.

Eine Veröffentlichung in der lokalen Presse oder der Homepage der Schule ist kann hingegen ein wirksamer Beitrag zur Erhöhung der Akzeptanz sein.

  1. Einsenden der Siegerbeiträge in digitaler Form auf Landesebene

In diesem Jahr entfallen die Kreis-, Dezernats- oder Bezirksentscheide. Stattdessen findet ein Landesentscheid auf digitaler Ebene statt.

Die ersten Sieger der jeweiligen Altersgruppen haben die Möglichkeit, digital am Landesentscheid teilzunehmen. Dazu muss der entsprechende Beitrag digital aufgenommen und bis zum 1. Juni 2021 offiziell von den Schulen an folgende E-Mail-Adresse gesendet werden: plattdeutsch.wettbewerb2021@medienprojekte-niedersachsen.de .

Vor dem Lesebeitrag sollen die Schülerinnen und Schüler sich kurz auf Niederdeutsch vorstellen. („Ik heet … Ik bün … Johr old un kaam ut … Ik gah in de … Klass vun de … (School). Ik lees en Geschicht vun …   De Geschicht heet…“)

Für die Aufnahmen ist keine besondere technische Ausstattung erforderlich. Die Kamera oder das Diktiergerät eines Smartphones oder Tablets sind vollkommen ausreichend.

Bitte achten Sie darauf, dass keine störenden Hintergrundgeräusche die Tonqualität beeinträchtigen.

Für die Schüler hat es den Vorteil, dass sie nicht vor unbekanntem Publikum lesen müssen und die Aufnahme bei Lesefehlern mehrfach wiederholt werden kann.

Aufgrund des zu erwartenden Datenvolumens senden Sie bitte die Aufnahmen (in gängigen Formaten wie mp3, M4A oder mp4) an die o.g. Mailadresse mittels eines kostenlosen und frei zugänglichen Filehosting-Dienstes (z. B. WeTransfer), sodass der Beitrag per Link heruntergeladen werden kann.

Bitte senden Sie auch einen Scan des gelesenen Textes mit ein. Anmerkungen und Anpassungen an den örtlichen Dialekt dürfen gerne enthalten sein.

Ab dem 2. Juni 2021 sichtet eine Jury, die sich aus Beratern der Regionalen Landesämter für Schule und Bildung zusammensetzt, die Beiträge. Die besten Beiträge werden von der Niedersächsischen Sparkassenstiftung mit Preisgeldern prämiert. Die Preisträger werden am 7. Juli 2021 auf www.nsks.de und www.schoolmester.de bekannt

gegeben.

 

 

 

Für Beratung und Klärung weiterer Fragen stehen Ihnen Andrea Schwarz (Andrea.Schwarz@rlsb.de) oder die für Ihre Region zuständigen Beraterinnen und Berater für die Region und ihre Sprachen Niederdeutsch und Saterfriesisch im Unterricht der Regionalen Landesämter für Schule und Bildung gern zur Verfügung. 

Der Plattdeutsche Lesewettbewerb wird gefördert durch die Niedersächsische Sparkassenstiftung, das Niedersächsische Kultusministerium, die Emsländische Landschaft, den Landschaftsverband Stade, den Landschaftsverband Südniedersachsen, den Landschaftsverband Weser-Hunte, den Lüneburgischen Landschaftsverband, die Oldenburgische Landschaft und die Ostfriesische Landschaft.

 

Foto via unsplash.com / Photo by Annie Spratt

Klütern und Schnacken

Weiterhin bleibt die Situation angespannt und wir sollten Zuhause bleiben. Auch für die Förderung der Plattdeutschen Sprache bedeutet dies, dass viele Veranstaltungen weiterhin nicht stattfinden können.

Unter dem Motto „Klütern und Schnacken“ bietet Plattdeutschkoordinatorin Rike Henties erstmals einen Bastelkurs per Videokonferenz an: Die Teilnehmer basteln am Dienstag, dem 23. März, von 19 bis ca. 20 Uhr einen österlichen Wimpel unter anderem aus Filz, Pappe und anderen Materialien – als Geschenk oder für die eigene Osterdekoration. Die Anmeldung ist bis 12. März per E-Mail an henties@kiekeberg-museum.de möglich. Gegen fünf Euro Kursgebühr erhalten die Teilnehmer vorher ein Päckchen mit den Bastelmaterialien und eine Anleitung auf Hochdeutsch und Plattdeutsch nach Hause. Über einen Link wählen sich die Teilnehmer ein und können vor dem Bildschirm gemeinsam kreativ sein, Platt sprechen oder einfach nur hören.

“Es ist sehr wichtig, dass es auch in dieser Zeit etwas Schönes zu tun gibt und wir weiter daran arbeiten, dass Plattdeutsch für jeden Interessierten zugänglich bleibt“

so Rike Henties, Plattdeutsch-Koordinatorin des Landkreises Harburg. Die Kreativkurse finden normalerweise als Präsenzkurse statt. „Wir hoffen sehr, dass es bald wieder möglich ist die Kurse unter Hygienemaßnahmen stattfinden zu lassen“, sagt Angelika Böhm, die kreative Leitung der Kurse, die auch bei dem Onlineabend dabei sein wird. „Man muss flexibel bleiben und wir freuen uns, dass wir die Möglichkeit haben den Bastelkurs online anzubieten.“

Eine Online-Bühne für das Plattdeutsche initiiert Rike Henties, Plattdeutsch-Koordinatorin des Landkreises Harburg, mit Künstlern und Akteuren aus der Region

 

Unter folgendem Link ist der Plattdeutsche Abend einzusehen. Einfach nach ganz unten scrollen und Play klicken:

Hier geht es lang zum Plattdeutscher Abend

„Ich freue mich den Menschen, die Vielfalt der plattdeutschen Szene im Landkreis zu zeigen: Die Leute hören Geschichten und Lieder op Platt, lachen über Theater und Comedy-Einlagen oder probieren kreative Bastelanleitungen auf Hoch- und Plattdeutsch aus. Es ist für jeden etwas dabei!“

Die Hittfelder Speeldeel e. V. bringt auf der Online-Bühne ihre Sketche zum Besten. Der Heimat- und Verkehrsverein Estetal e.V. amüsiert die Zuschauer mit Comedy op Platt sowie Gesang und Gitarrenbegleitung zum Nachdenken. Der Chor Heckenrosen mit Walter Marquardt erheitert und berührt die Zuhörer mit einer Aufzeichnung ihrer plattdeutschen Lieder vor der Corona-Pandemie. Lotta Jacob liest „Ümmer op de Lütten“ – sie ist Gewinnerin des Kreisentscheids des Plattdeutschen Lesewettbewerbs 2019, der von der Sparkasse Harburg-Buxtehude unterstützt wurde. Rike Henties und Angelika Böhm zeigen aus ihrer Kursreihe „Kreativwarksteed op Platt“ Bastelideen zum Thema Nachhaltigkeit und Weihnachten. Auf der Online-Bühne sprechen die beiden Platt- und Hochdeutsch, um auch Neulinge für die traditionelle Regionalsprache zu gewinnen.

Zu sehen ist der Plattdeutsche-Abend am 28.11.2020 um 15 Uhr auf streammax.de und bleibt danach weiterhin online einsehbar.

Die Online-Bühne auf Plattdeutsch ist ein Kooperationsprojekt der Plattdeutsch-Koordinatorin des Landkreises Harburg und der Sparkasse Harburg-Buxtehude.

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Mit Kreativität Plattdeutsch lernen: Kreativwarksteed op Platt!

Die Plattdeutschkoordinatorin des Landkreises Harburg und der Lüneburgische Landschaftsverband verbinden nachhaltige Kreativität und Plattdeutsch auf charmante Weise. Heraus kommen dabei verschiedene Videos, in denen trendige Ideen zum „sülvst maken“ vorgestellt werden.

„Schon die erste Kreativ-Idee passt wunderbar in diese Zeit: Seife selbst zu machen, ist jetzt hochaktuell“, erläutert Rike Henties, Plattdeutschkoordinatorin des Landkreises Harburg, das gewählte Thema. Das Video steht für jeden auf der Homepage vom Lüneburgischen Landschaftsverband unter www.lueneburgischer-landschaftsverband.de bzw. auf der Seite www.plattfinntstatt.de für den Landkreises Harburg zur Verfügung.

„Wir sind begeistert, dass wir trendige Mitmachideen für zu Hause sowie unsere alte Heimatsprache in dieser modernen Form präsentieren können“, freut sich Inga Seba-Eichert, Referentin für Niederdeutsch beim Lüneburgischen Landschaftsverband.

Die Verantwortlichen sind sich sicher, dass das gewählte Format mit wechselnden plattdeutschen und hochdeutschen Dialogen sowie einem entsprechend abgestimmten niederdeutschen Glossar schnell bei Jung und Alt, ob Plattsnacker oder Hochdeutsche, auf Begeisterung stoßen wird.

Weitere Videos mit nachhaltigen Kreativideen werden in loser Abfolge erscheinen.

Altes Kulturgut mit aktuellen „Do It Yourself-Trends“ verbinden, ist das Ziel der Kursreihe auf Plattdeutsch. Sie findet an verschiedenen Standorten im Landkreis Harburg für Jugendliche, Erwachsene und Senioren statt. Während die Teilnehmer ihre Kreativität entfalten und Lieblingsstücke gestalten, hören sie die plattdeutsche Heimatsprache und probieren auch sprachlich Neues aus. Durch die aktuelle Situation mussten wir leider alle geplanten Termine für den Sommer absagen bzw. verschieben.

Wir freuen uns, dass nun wieder drei Kurse in Kooperation mit der Kreisvolkshochschule stattfinden können.

Natürlich wird das Ganze unter den bekannten Hygienevorschriften stattfinden. Folgende Kurse können wir anbieten:

Punchneedling Sa., 12.09.2020, 15.00 – 17.15 Uhr Hanstedt

Was passt besser zur plattdeutschen Heimatsprache, als das alte Handwerk neu zu entdecken? In diesem Kurs lernen Sie, wie Sie mit Hilfe von Wolle und einem Stickrahmen Ihr ganz persönliches Einzelstück zaubern. Dabei wird der Faden mit Hilfe einer Stanznadel als Schlaufe in den Stoff gelegt. So macht es diese Art von 3D-Sticken einfach, schöne Unikate zu gestalten. Allerdings ist es nicht mit Sticken zu verwechseln, da sich die Art und Weise grundlegend unterscheidet. Die Schlaufen halten sich gegenseitig ohne Knoten und so entsteht in kürzester Zeit ein kleines Kunstwerk. In gemütlicher Atmosphäre wird platt geschnackt und „gepunched“.

Küsterhaus, Großer Raum, 1. Stock 3 UStd., 25,00 Euro + ca. 10,00 Euro Materialkosten, beide Beträge sind vor Ort zu bezahlen, mind. 7 TN

Makramee So., 11.10.2020, 10.30 – 12.45 Uhr Salzhausen

Heutzutage sieht man immer mehr Kunstwerke in Form von Wandbehängen, Blumenampeln oder Traumfängern im Wohninterieur, die auf der Basis dieses alten Handwerks entstehen. Makramee ist eine Knüpftechnik, die ihren Ursprung im Orient hat. Es werden verschiedene MakrameeKnoten geübt und in kleinen Accessoires wie z. B. Schlüsselanhängern umgesetzt. Hier wird Ihnen in einer gemütlichen Runde auf Hoch- und auf Plattdeutsch erklärt, wie Sie ihr ganz eigenes Lieblingsstück erstellen können.

Haus des Gastes, Seminarraum 3 UStd., 25,00 Euro + ca. 10.00 Euro Materialkosten, beide Beträge sind vor Ort zu bezahlen, mind. 7 TN

Handlettering Sa., 14.11.2020, 10.00 – 13.00 Uhr Seevetal-Meckelfeld

Das Handlettering hat seinen Ursprung in der Kalligrafie und gehört heutzutage zu einem der Top-Themen unter den Do-it-Yourself-Trends. Die Kunst des schönen Schreibens, lernen Sie in diesem Kurs von Anfang an. Schriftzüge auf Plattdeutsch und alle anderen Hilfsmittel werden vorhanden sein. Übungen zur Lockerung des Handgelenkes, sowie das Ausprobieren verschiedener Methoden und Variationen von Schriftarten bringen Sie am Ende zu Ihrem ganz persönlichen Stil. Eine schöne Handschrift müssen Sie nicht haben, um mit zu machen. Wichtig sind nur der Spaß an der Sprache und die Lust etwas Neues zu Probieren.

Helbach – Haus, VHS-Raum 4 UStd., 25,00 Euro + ca. 5,00 Euro Materialkosten, beide Beträge sind vor Ort zu bezahlen, mind. 7 TN

Das Corona-Virus hält weiter Einzug und es bleibt Vorsicht geboten. Die Plattdeutschen Veranstaltungen im Landkreis mussten abgesagt werden und es wird auch in anderen Landkreisen nach Ausweichmöglichkeiten gesucht.

Der Lüneplatt e.V. hat schon vor einiger Zeit ein Projekt ins Leben gerufen, das nach 10 Wochen über 30 Videos von Plattdeutschen Akteuren mit über 3000 Klicks hervor bringt: PLATT VUN TOHUUS

So ist es den Plattdeutschen und auch den Interessierten möglich die geliebte Sprache auf digitale Art und Weise zu sich nach Hause zu holen. Schauen Sie unbedingt mal rein. Auch Hartmut Großmann aus Stelle, der kürzlich als zweiter Sieger aus dem Schreibwettbewerb „Vertell doch mal“ vom NDR hervor ging und Mitglied des Shanty-Chors bei „Inas Nacht“ ist, ist dabei und liest seine Geschichten vor der Kamera. Wer selbst Ideen zu Beiträgen hat oder jemanden kennt, der Lust hat etwas Plattdeutsches beizusteuern melde sich unbedingt bei Klaus Stehr. Nun viel Spaß beim Zuhören, Mitsingen und Genießen:

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„Leve Lüüd, leve Frünnen vun de plattdüütsche Spraak,
in´n Märzmaand 2020 op eenmal keen Konzert, keen Lesung mehr … De „PLATTDÜÜTSCH WEKEN“ in Stadt un Landkreis Lümborg sünd wegen de „Corona-Kries“ afbraken worrn. Düsse Situatschoon hett Muskanten un Schrieverslüüd op de Gedanken bröcht, Leder, Vertellen, Riemels, Dööntjes un Belevnissen bi „You Tube“ to „posten“. Op düsse Oort köönt wi ok in de Tiet ahn Veranstalten wiederhen anner Lüüd ünnerhollen un de plattdüütsche Spraak mit ehr Kultur op´n Weg bringen.
Wi wünscht Jo veel Freud bi´t Luustern un Ankieken vun de Videos, de jeedeen vun uns bi sik tohuus opnahmen hett. Dorüm heet dat: „PLATT VUN TOHUUS“.“

Allens Gode wünscht
„LÜNEPLATT e. V.“
www.lueneplatt.de
Kontakt: platt-vun-tohuus(at)klausstehr.de

 

Titelfoto: Unsplash.com – Haley Powers